Lebenswerkstatt
Bericht eines Vaters S. 1/2
An einem Nachmittag im November klingelte bei uns das Telefon. Am anderen Ende der Leitung war Frau Birkenhauer, die uns verkündete, das unser Sohn Matthias ab sofort einen Kindergartenplatz im Montessori Kinderhaus bekommt.
Von diesem Tag an hat sich vieles im Leben unserer Familie geändert.
Damals waren wir eine junge, unerfahrene Familie, die sich in einem Land, auf das sie sich sehr gefreut hat, ziemlich verloren und fremd vorkam. Sich anpassen und so ziemlich allen recht tun war die Hauptsache.
Anfangs kriegten wir vom Leben im Kinderhaus nicht allzu viel mit. Frisch im Berufsleben (bzw. meine Frau in einer Umschulung), waren wir zu sehr mit uns selber beschäftigt.
Was wir damals nicht wußten aber schon sehr wohl fühlten, um uns breitete sich ein Netz von Familien, die uns schon längst mit all unseren Schwächen - halt so wie wir sind, aufgenommen haben, und das trotz wenig Bereitschaft unsererseits.
Das Wort Integration ist heutzutage in Allermunde. Politiker und Menschen,
die Verantwortunmg tragen, möchte ich viel und gerne erzählen,
wie Menschen miteinander leben und mit kleinen Gesten und Worten an einer
solidarischen und gerechten Gesellschaft täglich bauen.
Heute weiß ich wie viel ich zu verdanken habe.
Mein Sohn Matthias erzählte uns von seinen Erlebnissen und Erfahrungen die er sammelte, von der Arbeit, die ihm anvertraut wurde, von den vielen Erfolgen und Fortschritten, die er mit Montessori Material und in einfachen Übungen täglich machte.


